Anreise und Übernachtung in Hagen?

Anreise mit Bahn und Bus

Reist du mit der Bahn an, so bringt dich die Buslinie 515 direkt zur Haltestelle FernUniversität. Einen Fahrplan kannst du auf der Webseite des VRR  abrufen.

Anreise mit dem Auto

Reist du mit dem Auto an, erreichst du Hagen über die Autobahnen A1 oder A46.

Übernachten in Hagen

Tatsächlich ist das gar nicht so einfach, aber möglich! Ein paar dieser Optionen haben wir für euch in einer Google-Map gesammelt.

Bedenke auch gerne solche Optionen, wie Airbnb.

Wir haben ein paar Angebote in den unterschiedlichen Kategorien zusammengestellt. Gerne sammeln und ergänzen wir weitere Vorschläge 🙂 Schreibe dazu in einem Kommentar unter diesem Beitrag deine Ergänzung und wir pflegen diese so schnell, wie möglich ein.

 

Was ist ein BarCamp? Eine kleine Einführung

Vielen lieben Dank für das erste Feedback bzgl. des im September stattfindenden #FernUniCamps16, das uns schon erreichte. Neben dem positiven und freudigen Feedback, kamen auch andere auf uns zu, die uns fragten, was denn ein BarCamp überhaupt sei?

Darauf soll in diesem Artikel nach den nachfolgenden Tweets kurz eingegangen werden.

Wir freuen uns genauso sehr darauf, wie ihr:

… zunächst einmal aber, was ist eigentlich ein BarCamp? In dem nachfolgenden Video von Lightwerk werden kurz und knapp die wesentlichen Elemente eines BarCamps vorgestellt.

Nach einem gemütlichen Frühstück am 24.09.2016 beginnt das BarCamp mit einer Einführungsrunde und der Sessionplanung. Alle Teilgebenden stellen sich kurz mit Namen vor und nennen drei Hashtags (Themen, die sie gerade ausmachen).

Da es während des BarCamps keine feste Programmplanung gibt, kann jeder Teilgebende eine Session anbieten. Das kann z.B. in der klassischen Form eines Vortrags passieren – interessant ist aber auch, ein Thema zur Diskussion zu stellen. Diese werden in einem Raum- und Zeitplan festgehalten. Erste Ideen für das #FernUniCamp16 werden bereits in einem Dokument gesammelt. Das BarCamp hat sich bereits als sehr intensive Form des Austauschs, des Lernens und der Wissensweitergabe erwiesen.

Je nach der Anzahl der zur Verfügung stehenden Räume werden die Sessions in einzelne Slots aufgeteilt. So finden immer mehrere Veranstaltungen gleichzeitig statt und dann kommt das Schwerste an den Barcamps: Die Entscheidung treffen, welche Session am interessantesten ist und welche man ausfallen lässt, weshalb man an den Wochenenden auch schnell lernt, Prioritäten zu setzen.

Jede Session dauert rund 45 Minuten. Reichen euch die 45 Minuten nicht aus, könnt ihr entweder eine zweite Session dazu anmelden oder eure Gespräche bei einem Kaffee, außerhalb des Raumes weiterführen. Der Raum soll keine Begrenzung der Inhalte darstellen!

Über dem Hashtag #FernUniCamp16 (Twitter) können Teilgebende ihre Bilder, Statements und Videos auf einer Twitterwall teilen und so auch Interessenten über das Event hinaus am BarCamp teilhaben lassen.

Die Regeln eines Barcamps:

  1. Regel: Du redest über das BarCamp
  2. Regel: Du twitterst und bloggst über das BarCamp – Handy raus, statt Handy aus!
  3. Regel: Wenn du eine Session halten willst, dann schreibe dein Thema und deinen Namen in einen Sessionslot
  4. Regel: Du stellst dich mit nur drei Schlagworten vor
  5. Regel: Es werden so viele Sessions parallel abgehalten wie es die Räumlichkeiten erlauben
  6. Regel: Es werden vorher keine Sessions geplant, keine Touristen (jeder sollte mitmachen)
  7. Regel: Die Sessions dauern so lange sie müssen (oder bis sie sich mit einer nachfolgenden Session überschneiden)
  8. Regel: Bist du zum ersten Mal auf einem BarCamp, MUSST du eine Session halten (Ok, das musst du nicht unbedingt, aber sei trotzdem irgendwie aktiv, stelle Fragen oder halte mit einem anderen Teilnehmer eine Session)

Aber das Wichtigste: Das BarCamp lebt durch die Mitarbeit und Beiträge seiner Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Wir alle sind das BarCamp!

WS: Urheberrecht und Open Access

Titel: Urheberrecht und Open Access: eine kritische Diskussion zum aktuellen Stand des Wissenschaftsurheberrechts und seiner gesellschaftlichen Folgen

Wo?  (bei der Anmeldung, erhaltet ihr eine genaue Wegbeschreibung)

Wer? Eric Steinhauer

Wann? 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr

Um was geht es?

Der Zugriff auf wissenschaftliche Publikationen bildet gerade für Hausarbeiten, die Promotion und andere wissenschaftliche Projekte die Grundlage. Wissenschaftliche Publikationen sind jedoch kostenintensiv. Aus diesem Grunde können sich viele (Fern)Universitätsbibliotheken nicht mehr alle gewünschten Artikel leisten. Dann steht der Einzelne selbst vor der Entscheidung des Kaufs.

Im digitalen Zeitalter werden Ausschließlichkeitsrechte von Verlagen an wissenschaftlichen Inhalten problematisch, denn durch die Möglichkeiten des Internets ist die Herstellung einer wissenschaftlichen Öffentlichkeit kein velegerisches Monopol mehr. Wenn Verlage ihre Ausschließlichkeitsrechte ausüben, dann nicht, um eine umfassende öffentliche Sichtbarkeit zu ermöglichen, sondern um wissenschaftliche Inhalte in einem von ihnen kontrollierten Bereich gegen Bezahlung zur Verfügung zu stellen. Damit aber werden Sichtbarkeit und Erreichbarkeit von Publikationen nicht mehr nur eröffnet, sondern auch begrenzt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möchten mit ihrer Forschung sichtbar sein. Verlage wollen Erlöse durch den Verkauf der Forschungsergebnisse erzielen.

Als Antwort auf diese Problematik haben sich in den letzten Jahren zwei Strömungen entwickelt:

  1. Der wissenschaftliche Beitrag ist frei und unbeschränkt zugänglich, wie zum Beispiel, in dem er in einem qualitätsgesicherten Open-Access-Journal oder als Open-Access-Artikel in einem traditionellen Journal zur Verfügung steht.
  2. Mit einer gewissen Zeitverzögerung kann der wissenschaftliche Beitrag in Form einer Zweitveröffentlichung digital zugänglich gemacht werden.

Daneben gibt es die Möglichkeit, in den sogenannten hybriden Zeitschriften zu publizieren. Das bedeutet, dass neben der online bereitgestellten Open-Access-Version auch eine kostenpflichtige gedruckte Version veröffentlicht wird.

Zusammen wollen wir über die aktuellen Entwicklungen zu diesem Thema informieren und mit euch diskutieren. Denn Verlage, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind sich beim Thema Open Access, also freiem Online-Zugang zu Zeitschriften, Büchern und sonstigen wissenschaftlichen Quellen, uneins. Probleme bereitet das Urheberrecht: Wer darf im Internet wo und wie auf Bücher, Bilder und Texte zugreifen? Kann Material heruntergeladen und ausgedruckt werden und wenn ja, wem gehören die Inhalte – Verlagen, Nutzerinnen und Nutzern? Oder doch den Autorinnen und Autoren?

Hier gehts zur Anmeldung!

WS: wissenschaftliche Informationsversorgung aus der Ferne

Titel: „Geht da noch was?“ Status Quo, Perspektiven und Grenzen der wissenschaftlichen Informationsversorgung im Kontext Fernlehre.

Wo? Universitätsbibliothek der FernUniversität in Hagen (bei der Anmeldung am Freitag, erhaltet ihr eine genaue Wegbeschreibung)

Wer?

  • Sandra Caviola (Fachreferentin für Psychologie, Bildungswissenschaft und Soziologie) und
  • Felix Stenert (Medienmanagement/Zentrale Information der UB Hagen)

Wann? Freitag, 23.9.2016 – 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr

Um was geht es?

Universitätsbibliothek der FernUni in Hagen
Universitätsbibliothek der FernUni in Hagen

Die Universitätsbibliothek Hagen bietet als moderner Dienstleister eine Literaturversorgung auf hohem Niveau: Zugriff auf eine Fülle an fachspezifischen und fächerübergreifenden digitalen Informationsquellen wie Datenbanken, elektronischen Zeitschriften und E-Books. Daneben stehen den Studierenden auch analoge Medien (z.B. gedruckte Bücher und Zeitschriften) in großer Zahl zur Verfügung.

Damit bereitet die Universitätsbibliothek den Boden für ein erfolgreiches wissenschaftliches Arbeiten im Kontext von Studium, Lehre und Forschung.

Doch wie funktioniert die Literaturversorgung aus der Ferne eigentlich? Welche Zugänge auf welche digitalen Informationsquellen bietet die Universitätsbibliothek Hagen ihren Studierenden und Mitarbeitenden an?

Die Universitätsbibliothek hat sich den Veränderungen, die der digitale Wandel für die Informationsversorgung mit sich bringt, erfolgreich gestellt. Doch werdet ihr als NutzerInnen damit tatsächlich flächendeckend erreicht und optimal unterstützt?

Was erwartet ihr von einer wissenschaftlichen FernBibliothek? Welche, ggf. über die Literaturversorgung hinausgehende, Dienstleistungen sind für Euch relevant? Was sind offene Themen oder Wünsche? – Und: Wie würde eine Bibliothek aussehen, wenn ihr diese mitgestalten könntet?

Nach einer Bibliotheksführung in Stationen, hier stellen wir zentrale Services der Bibliothek vor, wollen wir uns in dem Workshop mit euch austauschen. Wir freuen uns auf eine spannende, lebendige und kritische Diskussion mit Euch!

Universitätsbibliothek der FernUni in Hagen
Universitätsbibliothek der FernUni in Hagen

 

Bei Interesse könnt ihr im Vorhinein schon erste Anregungen im Google-Dokument festhalten. Auf diese Weise kann der Austausch vor Ort viel intensiver und tiefer von statten gehen.

Die TeilnehmerInnenanzahl ist auf etwa 20 Personen begrenzt.

Hier gehts zur Anmeldung!

WS: Videoproduktion als Profi und als Laie

Titel: Blick hinter die Kulissen des Audiovisuelle Zentrums an der FernUni (Studioführung) und Stop Motion Workshop mit der eigenen Smartphone-Kamera!

Wo? AVZ und Raum 1 (KSW Gebäude) (bei der Anmeldung am Freitag, erhaltet ihr eine genaue Wegbeschreibung)

Wer?

  • AVZ-Besuch mit Videoproduktion: Alexander Reinshagen
  • Stop-Motion Produktion: Jana Hochberg

Wann? 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr

Um was geht es?

Mit einer kurzen Studioführung erhaltet ihr einen Blick hinter die Kulissen des audiovisuellen Studios der FernUniversität in Hagen.

Der Einsatz audiovisueller Medien ist ein bedeutender Baustein in der digitalisierten Lehre von FernUniversitäten. Die Aufnahme von Seminaren, Kolloquien zur Klausurvorbereitung oder Vorträgen bis hin zu MOOC-Produktionen – das alles findet hier statt.

Hinter den Kulissen: Aufnahmestudio, AVZ
Hinter den Kulissen: Aufnahmestudio, AVZ
Hinter den Kulissen: Schneideplatz, AVZ
Hinter den Kulissen: Schneideplatz, AVZ

An der FernUniversität in Hagen fangen vier um 360° Grad dreh- und neigbar unter der Decke hängende DOM-Kameras und kaum sichtbare Mikrophone jede gewünschte Perspektive und den Ton ein. Die Aufnahmen vor dem Greenscreen ermöglichen, dass Gegenstände oder Personen nachträglich in den Hintergrund gesetzt werden können.

Die Idee hinter diesem Workshop ist, dass wir zusammen (angemeldete Teilgeber) ein storyboard für etwa 1 Minute Video- und Tonaufnahmen in den Wochen vor dem BarCamp entwickeln (Link zum Google-Dokument).

Jeder am Workshop Teilgebende erhält die Chance für wenige Sekunden vor der Kamera zu stehen und den über den Teleprompter angezeigten Text zu sprechen (Das Angebot ist freiwillig, nicht jeder Interessierte muss in die Kamera sprechen!).

Dieses Video soll anschließend über die verschiedenen Social Media-Kanäle geteilt werden dürfen.

Da aufgrund des Workshopinhaltes und der Raum- und Technikvorgaben nur 10 Personen zeitgleich an diesem Workshop teilnehmen können, haben wir überlegt, ihn im Laufe des Nachmittages zweimal anzubieten.

Die angemeldeten Teilgeber (20 insgesamt) werden auf zwei Gruppen verteilt. Einmal die Örtlichkeit wechselnd, produziert jede Gruppe unter professioneller Anleitung ein 1 minütiges Video im AVZ, während die andere Gruppe im Selbstversuch mit Hilfe von Stop Motion-Technik eigene kleine 1 minütige Filme (150 Bilder sind das in etwa ;)) umsetzt.

Zwei Beispiele habe ich euch dazu einmal angefügt 🙂

Nach einer kurzen Einführung sollen bereits die ersten Stop Motions entstehen. Dazu könnt ihr eure eigene Handykamera einsetzen. Über unterstützende Apps, wie bspw. Vine oder Instagram, aber auch mit Snapchat können diese Filme schnell und einfach produziert werden. Dazu müsst ihr euch allerdings die entsprechenden Apps auf dem Smartphone installieren. Die produzierten Videos sollen simpel und einfach sein. Vielleicht fahrt ihr am Ende des BarCamps mit kleinen Impulsen aus diesem WS wieder nach Hause?

Hier gehts zur Anmeldung!

Lernen Abseits der Klausurrelevanz

Bildungswissenschaft und vor allem die digitale Bildung mit Ihrer rasanten technischen Entwicklung sind ein breites Feld. Schon immer hat mich die starke Fokussierung auf klausurrelevante oder streng hausaufgabenzentrierte Orientierung vieler Studenten im Lernprozess gestört. Natürlich gibt es gute Argumente für eine derartige Orientierung, wie schneller Abschluss, Zeitmangel, die Angst sich in einem weiten Feld zu verzetteln oder zu verlieren.

Im Gegensatz gibt es aber auch gute Argumente seinen Lernhorizont über die reine Prüfungsrelevanz hinaus zu erweitern. Die Anbindung der sehr theoretischen Studienbriefe an die Praxis ist für mich eines der Hauptanliegen gewesen, meine Lernziele breiter aufzustellen als die Prüfungen im Studiengang vorschreiben.

Dazu habe ich unter anderem verschiedene Veranstaltungsformate im Bildungsbereich außerhalb des Studienganges genutzt. Barcamps wie das EduCamp, das OERCamp haben mir dabei immer sehr viele Möglichkeiten der Wissenserweiterung gegeben. Eine weitere Veranstaltungsform (insbesondere auf den jährlichen jfmh Tagungen) die ich sehr lehrreich empfand, waren Workshops in denen wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt und diskutiert wurden. Wenn man in solchen Workshops die Argumentationslinie und den Aufbau der vorgestellten Arbeit verfolgt, stellen sich Lernerfolge zum wissenschaftlichen Arbeiten ein, völlig unabhängig vom Thema oder Grad (HA, BA, Master oder Doktorarbeit) der vorgestellten und diskutierten Arbeit ein.

Mit dem FernUniCamp 2016 werden diese beiden Formate nun zusammengeführt. 2 Tage voller Workshops und Barcampsessions auf die ich mich sehr freue. Gerne unterstütze ich daher das Organisationsteam in der Planungsphase und natürlich auch vor Ort auf der Tagung.

Ich hoffe viele Biwi´s dort zu treffen und mit Ihnen gemeinsam Wissen zu teilen und zu erweitern. In diesem Sinne meine Empfehlung: Meldet euch an, denn hier habt ihr die Chance eure Themen und eure Sicht der Dinge in den wissenschaftlichen Diskurs einzubringen.

Marc Schakinnis

Worin liegt unsere Motivation ein FernUniCamp zu veranstalten?

Kurzfassung:

Alles digital oder was? Bildung und Fernlehre im digitalen Zeitalter

Die Digitalisierung krempelt die Gesellschaft gerade mächtig um. Kein Bereich scheint davon verschont, auch die Bildung nicht. Seit einiger Zeit kursiert daher das Buzzword “Digitale Bildung” in den Medien. Was damit aber gemeint ist, bleibt unklar. Es will auf jeden Fall was anderes als E-Learning sein, da die Digitalisierung sich nicht nur auf die klassischen pädagogischen Aufgaben wie Wissensvermittlung und -überprüfung bezieht, sondern auch die Administration und Organisation von Bildung betrifft.

Mit dem FernUniCamp soll eine Plattform angeboten werden, um dieses Thema zu diskutieren, was Digitalisierung für die Fernlehre und Bildung allgemein bedeutet. Ansätze sind bspw.:

  • Wer soll lernen? Zugang ist dank Open Educational Resources und Massive Open Online Courses meist kostenfrei möglich. Allerdings ist damit noch keine Betreuung garantiert. Wie sieht eine faire Finanzierung jenseits von Kommerzialisierung und Privatisierung aus?
  • Was wollen wir lernen? Wissens ist frei im Netz verfügbar, wie lässt sich Auswahl noch sinnvoll bestimmen?
  • Wie wollen wir lernen? Durch die Vielfalt der medialen Formate scheinen methodische Standards (Vorlesung, Seminar) in Frage gestellt zu werden. Wie aber könnten sinnvolle digitale Methoden aussehen?
  • Wie wird überprüft, dass was gelernt wurde? Die Frage der Zertifizierung stellt sich u.a. dank Nano-Degrees neu. Welche weiteren Abschlussformate sind denkbar?

Hintergrund des FernUniCamps

Im Rahmen der Lehr-Werkstatt (internes FernUni Projekt) und Social Software-Werkstatt (internes FernUni-Projekt) wurden Fragen seitens der Mitarbeitenden/Lehrenden und Studierenden der FernUniversität in Hagen an das Lehrgebiet der Mediendidaktik nach der individuellen Unterstützung in der Entwicklung digitaler didaktischer Szenarien für einzelne Lehrgebiete angefragt. Des Weiteren wurden Anfragen bzgl. der individuellen Begleitung in der technischen Umsetzung von Social Software Implentierungen angefragt.

Dieser Bedarf wurde im Rahmen des Social Software Projektes aufgegriffen und wird im Format eines BarCamps, einer Form der digitalen Bildung, angeboten. Digitale Bildung beschreibt den gesamten Prozess der Bildung mit dem Einsatz digitaler Medien. Die digitale Bildung ist ein kontinuierlicher Prozess, der Individuuen dazu befähigen soll, ihr Wirken in einer digitalisierten Welt aktiv zu gestalten.

Mit dem Verlassen des Industriezeitalters und den Übertritt in das Informationszeitalter verändern sich parallel die Strukturen in der Aus- und Weiterbildung (Maching, 2013). Die individuelle Verantwortung des Individuums steigt, indem es seinem Leben durch bewusst herbeigeführte freiwillige Entscheidungen Sinn gibt. Mit dieser Weiterentwicklung verschwimmen organisatorische Strukturen und regulierte Prozessabläufe (Urry, 2000) und viele Bereiche des Alltags erfahren damit einen tiefgreienden Strukturwandel (Voß, 1998). Die Öffnung von starren Strukturen, Hierarchieabbau, Dezentralisierung und Netzwerkbildung bieten dem Individuum jedoch auch eine Chance für mehr Autonomie, Selbstorganisation und Selbstkontrolle. Die veränderten gesellschaftlichen Anforderungen führen zudem zu einer Chance eines lebenslangen Lernens, wodurch sich neue Lerngewohnheiten und neue Formen der Selbstmotivierung bilden können (Plath, 2000). Auf der anderen Seite ist jedoch zu sehen, dass das Aufbrechen der etablierten Strukturen ein enormes Risiko der Überforderung und Demotivierung des Einzelnen in sich birgt (Plath, 2000). Dabei geht es über den Erwerb von Faktenwissen hinaus, hin zur Fähigkeit, sich Wissen selbst organisiert anzueignen, es anzuwenden und kreative Lösungen für Handlungsherausforderungen eigenständig zu entwickeln bzw. zu suchen.

In diesem dynamischen Prozess der Handlungsherausforderungen verändert sich die Beziehung zwischen Lernenden und Lehrenden. Jedes Individuum ist zeitgleich Lernender und Lehrender. Es lernt auf der einen Seite Handlungsdefiziten kreativ zu begegnen und kann zugleich auf der anderen Seite seine Handlungserfahrungen und das darin erworbene Wissen weitergeben. Aufgrund dynamischer und ständiger Lebensweltveränderungen in der digitalisierten Gesellschaft ist das Individuum dazu aufgefordert, sich lebenslang mit Handlungsdefiziten auseinanderzusetzen.

Mit der Entwicklung des Formats BarCamp wird diesen veränderten Ansprüchen am Lernen und Lernen begegnet. Damit einhergehend wandeln sich beispielsweise Begrifflichkeiten, indem aus Lehrende und Lernende, Teilgebende werden. Die Individuen, die an einem BarCamp teilnehmen, bringen ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten ein, um das BarCamp erfolgreich zu gestalten, darüber hinaus bringen sie ihre eigenen Handlungsherausforderungen mit, um diese mit interessierten Teilgebenden zu erörtert und zu diskutiert. Ein BarCamp kann mit dieser Grundlage als Ermöglichngsraum interpretiert werden.

Dieser Ermöglichungsraum wird im Rahmen des Social Software Projektes angeboten. Mitarbeitende, Lehrende und Studierende der FernUniversität in Hagen erhalten damit die Option ihre eigenen sehr individuellen Handlungsherausforderungen selbstverantwortlich nachzugehen. Mit der Öffnung des Formats über die FernUniversität in Hagen hinaus wird der Zugang zu weiterem Expertenwissen möglich. Des Weiteren können Interessierte mit Teilgebenden aus dem direkten Umkreis der FernUniversität in Hagen in den Diskurs „digitaler Bildung und ihre Auswirkungen auf FernLehre und Bildung“ treten. Mit der Öffnung werden zentrale Elemente digitaler Bildung, wie Netzwerkbildung, der Öffnung starrer Strukturen, Hierarchieabbau und Dezentralisierung umgesetzt.

Save the Date! #FernUniCamp16

Alles digital oder was? Bildung und Fernlehre im digitalen Zeitalter

fernunicamp16

Ein FernUniCamp mit Workshop-Programm und Kolloquium? Ja. Wir wollen Studierende, Mitarbeitende im Hochschulbetrieb und Interessierte zusammenbringen und haben uns aus diesem Grund für diese Dreier-Kombination entschieden. Die Workshops werden mit dem Kolloquium parallel angeboten, während das FernUniCamp im BarCamp-Format für sich allein steht. Mit den vorgelagerten Workshops und dem Kolloquium wollen wir insbesondere BarCamp-Newbies einen Anreiz bieten, um das offene Austauschformat eines BarCamps kennen zu lernen.

Wir laden zum #FernUniCamp16 am 23. und 24.09.2016 in unser Headquarter nach Hagen ein.

 Save the Date!

Organisiert wird das #FernUniCamp16 vom Lehrgebiet der Mediendidaktik der FernUniversität in Hagen.