WS: Videoproduktion als Profi und als Laie

Titel: Blick hinter die Kulissen des Audiovisuelle Zentrums an der FernUni (Studioführung) und Stop Motion Workshop mit der eigenen Smartphone-Kamera!

Wo? AVZ und Raum 1 (KSW Gebäude) (bei der Anmeldung am Freitag, erhaltet ihr eine genaue Wegbeschreibung)

Wer?

  • AVZ-Besuch mit Videoproduktion: Alexander Reinshagen
  • Stop-Motion Produktion: Jana Hochberg

Wann? 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr

Um was geht es?

Mit einer kurzen Studioführung erhaltet ihr einen Blick hinter die Kulissen des audiovisuellen Studios der FernUniversität in Hagen.

Der Einsatz audiovisueller Medien ist ein bedeutender Baustein in der digitalisierten Lehre von FernUniversitäten. Die Aufnahme von Seminaren, Kolloquien zur Klausurvorbereitung oder Vorträgen bis hin zu MOOC-Produktionen – das alles findet hier statt.

Hinter den Kulissen: Aufnahmestudio, AVZ
Hinter den Kulissen: Aufnahmestudio, AVZ
Hinter den Kulissen: Schneideplatz, AVZ
Hinter den Kulissen: Schneideplatz, AVZ

An der FernUniversität in Hagen fangen vier um 360° Grad dreh- und neigbar unter der Decke hängende DOM-Kameras und kaum sichtbare Mikrophone jede gewünschte Perspektive und den Ton ein. Die Aufnahmen vor dem Greenscreen ermöglichen, dass Gegenstände oder Personen nachträglich in den Hintergrund gesetzt werden können.

Die Idee hinter diesem Workshop ist, dass wir zusammen (angemeldete Teilgeber) ein storyboard für etwa 1 Minute Video- und Tonaufnahmen in den Wochen vor dem BarCamp entwickeln (Link zum Google-Dokument).

Jeder am Workshop Teilgebende erhält die Chance für wenige Sekunden vor der Kamera zu stehen und den über den Teleprompter angezeigten Text zu sprechen (Das Angebot ist freiwillig, nicht jeder Interessierte muss in die Kamera sprechen!).

Dieses Video soll anschließend über die verschiedenen Social Media-Kanäle geteilt werden dürfen.

Da aufgrund des Workshopinhaltes und der Raum- und Technikvorgaben nur 10 Personen zeitgleich an diesem Workshop teilnehmen können, haben wir überlegt, ihn im Laufe des Nachmittages zweimal anzubieten.

Die angemeldeten Teilgeber (20 insgesamt) werden auf zwei Gruppen verteilt. Einmal die Örtlichkeit wechselnd, produziert jede Gruppe unter professioneller Anleitung ein 1 minütiges Video im AVZ, während die andere Gruppe im Selbstversuch mit Hilfe von Stop Motion-Technik eigene kleine 1 minütige Filme (150 Bilder sind das in etwa ;)) umsetzt.

Zwei Beispiele habe ich euch dazu einmal angefügt 🙂

Nach einer kurzen Einführung sollen bereits die ersten Stop Motions entstehen. Dazu könnt ihr eure eigene Handykamera einsetzen. Über unterstützende Apps, wie bspw. Vine oder Instagram, aber auch mit Snapchat können diese Filme schnell und einfach produziert werden. Dazu müsst ihr euch allerdings die entsprechenden Apps auf dem Smartphone installieren. Die produzierten Videos sollen simpel und einfach sein. Vielleicht fahrt ihr am Ende des BarCamps mit kleinen Impulsen aus diesem WS wieder nach Hause?

Hier gehts zur Anmeldung!

Lernen Abseits der Klausurrelevanz

Bildungswissenschaft und vor allem die digitale Bildung mit Ihrer rasanten technischen Entwicklung sind ein breites Feld. Schon immer hat mich die starke Fokussierung auf klausurrelevante oder streng hausaufgabenzentrierte Orientierung vieler Studenten im Lernprozess gestört. Natürlich gibt es gute Argumente für eine derartige Orientierung, wie schneller Abschluss, Zeitmangel, die Angst sich in einem weiten Feld zu verzetteln oder zu verlieren.

Im Gegensatz gibt es aber auch gute Argumente seinen Lernhorizont über die reine Prüfungsrelevanz hinaus zu erweitern. Die Anbindung der sehr theoretischen Studienbriefe an die Praxis ist für mich eines der Hauptanliegen gewesen, meine Lernziele breiter aufzustellen als die Prüfungen im Studiengang vorschreiben.

Dazu habe ich unter anderem verschiedene Veranstaltungsformate im Bildungsbereich außerhalb des Studienganges genutzt. Barcamps wie das EduCamp, das OERCamp haben mir dabei immer sehr viele Möglichkeiten der Wissenserweiterung gegeben. Eine weitere Veranstaltungsform (insbesondere auf den jährlichen jfmh Tagungen) die ich sehr lehrreich empfand, waren Workshops in denen wissenschaftliche Arbeiten vorgestellt und diskutiert wurden. Wenn man in solchen Workshops die Argumentationslinie und den Aufbau der vorgestellten Arbeit verfolgt, stellen sich Lernerfolge zum wissenschaftlichen Arbeiten ein, völlig unabhängig vom Thema oder Grad (HA, BA, Master oder Doktorarbeit) der vorgestellten und diskutierten Arbeit ein.

Mit dem FernUniCamp 2016 werden diese beiden Formate nun zusammengeführt. 2 Tage voller Workshops und Barcampsessions auf die ich mich sehr freue. Gerne unterstütze ich daher das Organisationsteam in der Planungsphase und natürlich auch vor Ort auf der Tagung.

Ich hoffe viele Biwi´s dort zu treffen und mit Ihnen gemeinsam Wissen zu teilen und zu erweitern. In diesem Sinne meine Empfehlung: Meldet euch an, denn hier habt ihr die Chance eure Themen und eure Sicht der Dinge in den wissenschaftlichen Diskurs einzubringen.

Marc Schakinnis

Worin liegt unsere Motivation ein FernUniCamp zu veranstalten?

Kurzfassung:

Alles digital oder was? Bildung und Fernlehre im digitalen Zeitalter

Die Digitalisierung krempelt die Gesellschaft gerade mächtig um. Kein Bereich scheint davon verschont, auch die Bildung nicht. Seit einiger Zeit kursiert daher das Buzzword “Digitale Bildung” in den Medien. Was damit aber gemeint ist, bleibt unklar. Es will auf jeden Fall was anderes als E-Learning sein, da die Digitalisierung sich nicht nur auf die klassischen pädagogischen Aufgaben wie Wissensvermittlung und -überprüfung bezieht, sondern auch die Administration und Organisation von Bildung betrifft.

Mit dem FernUniCamp soll eine Plattform angeboten werden, um dieses Thema zu diskutieren, was Digitalisierung für die Fernlehre und Bildung allgemein bedeutet. Ansätze sind bspw.:

  • Wer soll lernen? Zugang ist dank Open Educational Resources und Massive Open Online Courses meist kostenfrei möglich. Allerdings ist damit noch keine Betreuung garantiert. Wie sieht eine faire Finanzierung jenseits von Kommerzialisierung und Privatisierung aus?
  • Was wollen wir lernen? Wissens ist frei im Netz verfügbar, wie lässt sich Auswahl noch sinnvoll bestimmen?
  • Wie wollen wir lernen? Durch die Vielfalt der medialen Formate scheinen methodische Standards (Vorlesung, Seminar) in Frage gestellt zu werden. Wie aber könnten sinnvolle digitale Methoden aussehen?
  • Wie wird überprüft, dass was gelernt wurde? Die Frage der Zertifizierung stellt sich u.a. dank Nano-Degrees neu. Welche weiteren Abschlussformate sind denkbar?

Hintergrund des FernUniCamps

Im Rahmen der Lehr-Werkstatt (internes FernUni Projekt) und Social Software-Werkstatt (internes FernUni-Projekt) wurden Fragen seitens der Mitarbeitenden/Lehrenden und Studierenden der FernUniversität in Hagen an das Lehrgebiet der Mediendidaktik nach der individuellen Unterstützung in der Entwicklung digitaler didaktischer Szenarien für einzelne Lehrgebiete angefragt. Des Weiteren wurden Anfragen bzgl. der individuellen Begleitung in der technischen Umsetzung von Social Software Implentierungen angefragt.

Dieser Bedarf wurde im Rahmen des Social Software Projektes aufgegriffen und wird im Format eines BarCamps, einer Form der digitalen Bildung, angeboten. Digitale Bildung beschreibt den gesamten Prozess der Bildung mit dem Einsatz digitaler Medien. Die digitale Bildung ist ein kontinuierlicher Prozess, der Individuuen dazu befähigen soll, ihr Wirken in einer digitalisierten Welt aktiv zu gestalten.

Mit dem Verlassen des Industriezeitalters und den Übertritt in das Informationszeitalter verändern sich parallel die Strukturen in der Aus- und Weiterbildung (Maching, 2013). Die individuelle Verantwortung des Individuums steigt, indem es seinem Leben durch bewusst herbeigeführte freiwillige Entscheidungen Sinn gibt. Mit dieser Weiterentwicklung verschwimmen organisatorische Strukturen und regulierte Prozessabläufe (Urry, 2000) und viele Bereiche des Alltags erfahren damit einen tiefgreienden Strukturwandel (Voß, 1998). Die Öffnung von starren Strukturen, Hierarchieabbau, Dezentralisierung und Netzwerkbildung bieten dem Individuum jedoch auch eine Chance für mehr Autonomie, Selbstorganisation und Selbstkontrolle. Die veränderten gesellschaftlichen Anforderungen führen zudem zu einer Chance eines lebenslangen Lernens, wodurch sich neue Lerngewohnheiten und neue Formen der Selbstmotivierung bilden können (Plath, 2000). Auf der anderen Seite ist jedoch zu sehen, dass das Aufbrechen der etablierten Strukturen ein enormes Risiko der Überforderung und Demotivierung des Einzelnen in sich birgt (Plath, 2000). Dabei geht es über den Erwerb von Faktenwissen hinaus, hin zur Fähigkeit, sich Wissen selbst organisiert anzueignen, es anzuwenden und kreative Lösungen für Handlungsherausforderungen eigenständig zu entwickeln bzw. zu suchen.

In diesem dynamischen Prozess der Handlungsherausforderungen verändert sich die Beziehung zwischen Lernenden und Lehrenden. Jedes Individuum ist zeitgleich Lernender und Lehrender. Es lernt auf der einen Seite Handlungsdefiziten kreativ zu begegnen und kann zugleich auf der anderen Seite seine Handlungserfahrungen und das darin erworbene Wissen weitergeben. Aufgrund dynamischer und ständiger Lebensweltveränderungen in der digitalisierten Gesellschaft ist das Individuum dazu aufgefordert, sich lebenslang mit Handlungsdefiziten auseinanderzusetzen.

Mit der Entwicklung des Formats BarCamp wird diesen veränderten Ansprüchen am Lernen und Lernen begegnet. Damit einhergehend wandeln sich beispielsweise Begrifflichkeiten, indem aus Lehrende und Lernende, Teilgebende werden. Die Individuen, die an einem BarCamp teilnehmen, bringen ihre eigenen Handlungsmöglichkeiten ein, um das BarCamp erfolgreich zu gestalten, darüber hinaus bringen sie ihre eigenen Handlungsherausforderungen mit, um diese mit interessierten Teilgebenden zu erörtert und zu diskutiert. Ein BarCamp kann mit dieser Grundlage als Ermöglichngsraum interpretiert werden.

Dieser Ermöglichungsraum wird im Rahmen des Social Software Projektes angeboten. Mitarbeitende, Lehrende und Studierende der FernUniversität in Hagen erhalten damit die Option ihre eigenen sehr individuellen Handlungsherausforderungen selbstverantwortlich nachzugehen. Mit der Öffnung des Formats über die FernUniversität in Hagen hinaus wird der Zugang zu weiterem Expertenwissen möglich. Des Weiteren können Interessierte mit Teilgebenden aus dem direkten Umkreis der FernUniversität in Hagen in den Diskurs „digitaler Bildung und ihre Auswirkungen auf FernLehre und Bildung“ treten. Mit der Öffnung werden zentrale Elemente digitaler Bildung, wie Netzwerkbildung, der Öffnung starrer Strukturen, Hierarchieabbau und Dezentralisierung umgesetzt.

Save the Date! #FernUniCamp16

Alles digital oder was? Bildung und Fernlehre im digitalen Zeitalter

fernunicamp16

Ein FernUniCamp mit Workshop-Programm und Kolloquium? Ja. Wir wollen Studierende, Mitarbeitende im Hochschulbetrieb und Interessierte zusammenbringen und haben uns aus diesem Grund für diese Dreier-Kombination entschieden. Die Workshops werden mit dem Kolloquium parallel angeboten, während das FernUniCamp im BarCamp-Format für sich allein steht. Mit den vorgelagerten Workshops und dem Kolloquium wollen wir insbesondere BarCamp-Newbies einen Anreiz bieten, um das offene Austauschformat eines BarCamps kennen zu lernen.

Wir laden zum #FernUniCamp16 am 23. und 24.09.2016 in unser Headquarter nach Hagen ein.

 Save the Date!

Organisiert wird das #FernUniCamp16 vom Lehrgebiet der Mediendidaktik der FernUniversität in Hagen.