Kategorie-Archiv: FernUniCamp

Die Anmeldung ist eröffnet: #fernunicamp

Die Anmeldung ist eröffnet!

Am 08. und 09. September finde das 2. FernUniCamp in Hagen, Berlin und Hamburg statt. Wir freuen uns, dich an einem dieser Orte begrüßen zu dürfen!

hybrides Veranstaltungsformat:

In Hagen treffen wir uns dann natürlich an der FernUniversität in Hagen, in Berlin und Hamburg in den Regionalzentren der FernUniversität. Von jedem Standort aus, könnt ihr entweder eigene Sessions mit einbringen oder an den anderen teilnehmen.

Die Workshops, die die Teilnehmenden in das offene Format des BarCamps einführen, finden allerdings ausschliesslich am 08.September (Freitags) 2017 aus organisatorischen Gründen in Hagen statt.

Überraschung:

Eine kleine Überraschung haben wir für euch noch. Die ersten 50 Anmeldungen, die dann auch tatsächlich zum FernUniCamp erscheinen, erhalten von uns zwei Webcam-Abdeckungen. Damit greifen wir unter anderem das Thema Digitalisierung auf. Webcam Abdeckungen sind im Zuge der Bewusstwerdung der eigenen Digital-Privacy interessant.

zur Anmeldung ..

Statistikblog: Teil 2 Reliabilität

Im zweiten Teil des Statistikblogs richtet sich der Fokus auf die Reliabilität bzw. auf die Methode der internen Konsistenz, da sie für die Bestimmung der Reliabilität häufig verwendet wird.

Abbildung 1: Verschiedene Methoden zur Reliabilitätsschätzung,Hinweis: Die Abbildung wird vergrößert dargestellt, wenn sie angeklickt wird.

Jede empirische Messung kann mit zufälligen und systematischen Messfehlern verbunden sein. Systematisch verzerrte Messungen treten z.B. dann auf, wenn die Befragten nicht ihre tatsächliche Meinung, sondern eine „sozial erwünschte“ Antwort abgeben. Zufällige Messfehler haben dagegen zur Folge, dass dieselbe Messung bei der gleichen Untersuchungseinheit mal zu einem höheren und mal zu einem niedrigeren Wert führt, obwohl sich der tatsächliche Wert der gemessenen Eigenschaft nicht verändert hat.

So soll ein Intelligenztest möglichst fehlerfrei die Intelligenz messen und sonst nichts anderes. Dabei kann die Reliabilität, wie durch diesen Blog verdeutlicht, mit verschiedenen Methoden erfasst werden.

Die Reliabilität bezeichnet die Messgenauigkeit einer Erfassung, in unserem Fall der Umfrage zum FernUniCamp. Mit anderen Worten ermöglicht uns die Reliabiltät Einblicke in die Zuverlässigkeit unserer Messergebnisse, die wir mit bestimmten Methoden erhoben haben.

Nachfolgend werden mit der internen Konsistenz, der Retest– und der Paralleltestmethode drei Methoden vorgestellt, mit denen die Reliabilität geschätzt werden kann. Diese Methoden sind für die Schätzung der Reliabilität als gleichwertig anzusehen. Je nach Fragestellung ergeben sich für die jeweiligen Methoden verschiedene Vor- und Nachteile (siehe Abbildung 1, Hinweis: Die Abbildung wird vergrößert dargestellt, wenn sie angeklickt wird).

Interne Konsistenz

Bei dieser Methode muss ein bestimmtes Erhebungsverfahren einer Stichprobe nur einmalig durchgeführt werden. Für die Reliabilitätsprüfung wird ein Indikator in so viele Items zerlegt,  wie er Fragen oder Aufgaben besitzt. In der nachfolgenden Abbildung 2 ist exemplarisch eine Herleitung vom theoretischen Begriff „Qualität“ über eine mögliche Dimension von Qualität, „Motivation“ und über einen möglichen Indikator „Relevanz“,  die möglichen Items zu Relevanz dargestellt.

Abbildung 2. nur exemplarische und nicht vollständige Abbildung der Herleitung, Vom theoretischen Begriff zum Messinstrument (nach Mayer, 2004)

Ein Messinstrument, das aus mehreren „Indikatoren“ besteht, kann als eine Menge paralleler Messungen interpretiert werden, wenn diese „Indikatoren“ alle die gleiche „Dimension“ des zu messenden theoretischen Konstrukts erfassen. Diese Eigenschaft bezeichnet man als interne Konsistenz. Sie ist durch geeignete statistische Verfahren zu prüfen (z.B. durch Korrelation der Indikatoren untereinander). Können die Indikatoren in diesem Sinne als parallele Messungen aufgefaßt werden, so kann die Reliabilität des Messinstrumentes mit Hilfe eines Maßes der internen Konsistenz geschätzt werden (z.B. durch Cronbachs $ \alpha $).

So kann ermittelt werden, wie gut einzelne Items mit dem theoretischen Begriff übereinstimmen. Bei der Internen Konsistenz wird der Konsistenzkoeffizient häufig mit Cronbachs alpha berechnet. Der Koeffizient nimmt Werte zwischen 0 (keine Übereinstimmung) und 1 (sehr gute Übereinstimmung) ein. Je nach Fragestellung und Zweck der Testung ergeben sich unterschiedliche Beurteilungsrichtlinien für den Koeffizienten. In der Literatur wird allerdings häufig berichtet, dass ein guter Test mindestens ein Wert von 0,80 aufweisen soll (Bühner, 2006).

Abbildung 3. SPSS Item-Skala-Statistiken für die Dimension „Einheit vs. Vielfalt“ des Konnektionismus.

Beispielhaft wird die Reliabilität bzw. die interne Konsistenz durch das typische SPSS-Ausgabefenster näher erläutert (siehe Abbildung 3). Da die statistische Auswertung des FernUniCamps noch andauert, handelt es sich bei der dargestellten Abbildung um ein fiktives Ergebnis. Die Dimension „Einheit vs. Vielfalt“ wurde aber tatsächlich im Rahmen des FernUniCamps der FernUni untersucht. Für das Beispiel der Dimension beträgt Cronbachs Alpha 0,87, dieser Wert spricht für eine gute Reliabilität.

In Abbildung 3 richten wir unser Interesse auf die Spalte „Cronbachs Alpha, wenn Item weggelassen„. In dieser Spalte wird Cronbachs Alpha unter Ausschluss bestimmter Fragen berechnet. Würde beispielsweise die Frage „Die Sessions waren thematisch vielfältig“ nicht in die Reliabilitätsberechnung mit einfließen, dann würde sich die Reliabilität von 0,87 auf 0,60 verringern. Je geringer die Reliabilität bei Wegfall einer Frage ausfällt, desto essenzieller ist diese für den Gesamttest.

Bei einem hypothetischen Weglassen der Frage „Mir fiel es schwer, mich für einzelne Sessions zu entscheiden.“ verbessert sich die Reliabilität geringfügig von 0,87 auf 0,90. Wenn sich die Reliabilität beim Weglassen einer Frage (stark) positiv verändert, dann wird diese Frage auch tatsächlich weggelassen. Dies ist besonders häufig bei der Entwicklung neuer Testverfahren und eher seltener bei etablierten Verfahren, da sonst die Vergleichbarkeit der Ergebnisse gefährdet wird.

Retestmethode

Liefert eine Messwiederholung bei Konstanz der zu messenden Eigenschaft die gleichen Ergebnisse?

Mit der Retestmethode werden die zu messenden Items mindestens zweimal von ein- und derselben Stichprobe bearbeitet. Die länge des Zeitraums, also zwischen der ersten und zweiten Messung, folgt keinem objektiven Standard und ist nur im Einzelfall entscheidbar. Für die Berechnung der Reliabilität wird die Erstmessung mit der Zweitmessung, oder auch mehrere Messungen, verglichen. Hat z.B. eine Person des FernUniCamps auf der o. g. Dimension „Einheit vs. Vielfalt“ auch nach der zweiten Messung einen hohen Wert, so kann dieser Test als reliabel angesehen werden. Allerdings können sog. Übungseffekte, z.B. das Erinnern von bestimmten Fragen, die Reliabilität künstlich erhöhen.

Paralleltestmethode

Liefert ein „vergleichbares“ (paralleles) Messinstrument identische Ergebnisse? 

Zwei Parallelformen einer zu messenden Eigenschaft werden ein- und derselben Stichprobe vorgelegt. Beispielsweise messen die Fragebögen A und B beide die Dimension Einheit vs. Vielfalt, allerdings verwenden sie dazu unterschiedliche Fragen. Auch bei dieser Variante werden die Ergebnisse miteinander verglichen. Die Problematik bei dieser Methode ergibt sich durch die subjektive Einschätzung der Parallelität zweier Testverfahren.

Literatur

Bühner, M. (2006). Einführung in die Test- und Fragebogenkonstruktion (2. aktual. Aufl.). München: Pearson Studium.

Mayer, H. (2004). Interview und schriftliche Befragung. Entwicklung, Durchführung und Auswertung, München-Wien, S. 6-9 (PDF)

 

Sketchnote: #fernunicamp

Der Versuch mit einer Sketchnote, die wesentlichen Elemente des FernUniCamps in diesem Jahr zu erfassen 🙂

FernUniCamp 2017:

Vom 08. bis 09. September wird an der FernUniversität in Hagen unter dem Motto „Gleichschaltung oder Vielfalt? Digitalisierung in der (Fern)Lehre“ das zweite FernUniCamp stattfinden, ein offenes Format für Wissensaustausch und Networking. Im Rahmen des FernUniCamps 2017 sollen Diversity und Digitalität mit Fokus auf die hochschuldidaktische Fernlehre diskutiert werden.

Das Motto findet sich jedoch zusätzlich im Format selbst wieder. So können Interessierte am 09. September das FernUniCamp über die Regionalzentren Berlin und Hamburg mit gestalten. An diesem Tag werden verschiedene hybride Formate zur Beteiligung und zum Austausch angeboten.

Save the Date: 08./09.September 2017

 

Save the date-FernUniCamp17
Save the date-FernUniCamp17

Das Datum steht: Vom 08. – 09. Sept. 2017 wird an der FernUniversität in Hagen unter dem Motto: „Gleichschaltung oder Vielfalt? Digitalisierung in der (Fern)Lehre“ das zweite FernUniCamp stattfinden, ein offenes Format für Wissensaustausch und Networking.

Wenn wir genug Sponsoring an Land ziehen, natürlich.

Rückblick auf das erste FernUniCamp

Auf unserem ersten FernUniCamp haben wir neue und spannende Menschen getroffen und näher kennen gelernt (Networking), viele spannende Dinge von euch erfahren und von euch gelernt (Wissensaustausch). Die persönliche und fast schon familiäre Atmosphäre wurde von dem Umfeld, das uns die FernUniversität mit seiner Infrastruktur geboten hatte, unterstützt.

Wir brauchen eure Unterstützung!

So, und jetzt brauchen wir für das Camp das Wichtigste: EUCH.

Aboniert den Blog , folgt uns auf Twitter (@fernunicamp)  oder tragt euch in das Facebook-Event ein.

Erzählt möglichen Sponsoren, wie toll Barcamps sind und wie wichtig es ist, dass sie sich dort präsentieren und connected sie mit uns ( d.i. Sponsoring = jana.hochberg@fernuni-hagen.de)

Erzählt ALLEN, bloggt, twittert, facebookt und snapchattet über das #FernUniCamp (und bringt einfach ein bis zwei Leute mindestens mit).

Let’s camp!

Was steckt hinter dem Motto?

Entstanden ist das Motto aus folgenden Überlegungen:

Ein Bestreben der FernUniversität in Hagen liegt darin, sich mit den veränderten Anforderungen an hochschulischer Fernlehre in den Aspekten der Diversität und Digitalität auseinanderzusetzen, um die Wertvorstellungen, Lebensumstände und den Interessen der Fernstudierenden aufzunehmen. Die Realisierung dieser Grundanforderungen an Diversität und Digitalität geht mit Fragestellungen zur diversitätsgerechteren und digitalisierten Gestaltung der Lehr- und Lernkontexte einher (Hofstede, 1986; Kamentz & Schudnagis, 2002; Porter & Gamoran, 2002; Stuber, 2009).

Im Rahmen des FernUniCamps 2017 sollen Diversity und Digitalität mit Fokus auf die hochschuldidaktischen Fernlehre diskutiert werden. Eine Hybridisierung wird technologisch induziert, eröffnet aber auch individuelle Integrations- und Sinnstiftungsprozesse. Es werden zwei Schwerpunktthemen angedacht:

Diversität, als ersten Schwerpunkt, definiert Thomas (1992) mit dem simplen Terminus “similarities” und umfasst damit Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen, wie die sozio-kulturelle Herkunft, der ethno-sprachliche Hintergrund, Geschlecht und Gender etc. (Krell, 2008). Mit diesem Verständnis von Diversity gestaltet sich der Diskurs facettenreich und dynamisch.

Der zweite Schwerpunkt eröffnet ebenso einen facettenreichen und dynamischen Ansatz von digitalen Lehr-, Lern- und Prüfungsszenarien. Hochschulbildung regt in diesem Kontext eigenverantwortliches und weitgehend selbsttätiges Lernen an (nach Wildt, 2004).

Angesichts der beiden Schwerpunkte gilt es, Lehr- und Lerninhalte in Bezug auf Bildungsplanung und Didaktik neu zu gestalten und Fernstudierende selbst in den Mittelpunkt hochschuldidaktischer Bemühungen zu rücken. Eine diversitätssensible Zielgruppendifferenzierung in Fernlehr- und Fernlernsettings fördert eine diskriminierungsfreie Fernlernkultur, partizipative Teilhabe am Wissensbildungsprozess und fordert die Berücksichtigung diverser Lernstile, Erfahrungen und Lernmethoden (Carell, 2006). Digitale Lehr- und Lernszenarien unterstützten Individualisierungs-, Kommunikations-, Interaktivitäts- und Kollaborationsprozesse (Kerres, 2001; Schulmeister, 2004).

Zu einen Austausch von diversitätsorientierten und partizipativ geprägten Wissensbildungsprozessen in Form von Wissenskommunikation und Wissensgenerierung lädt das FernUniCamp 2017 Fernstudierende, Mitarbeiter der FernUni in Hagen und Interessierte ein. Durch die Unterstützung seitens hybrider Lernarrangements lässt sich die Partizipation im FernUnicamp17 unterstützen. Digitale Schnittstellen ermöglichen Interessierten von jedem Ort aus eine synchrone Beteiligung am FernUniCamp.