WS: Urheberrecht und Open Access

Titel: Urheberrecht und Open Access: eine kritische Diskussion zum aktuellen Stand des Wissenschaftsurheberrechts und seiner gesellschaftlichen Folgen

Wo?  (bei der Anmeldung, erhaltet ihr eine genaue Wegbeschreibung)

Wer? Eric Steinhauer

Wann? 16:30 Uhr bis 18:30 Uhr

Um was geht es?

Der Zugriff auf wissenschaftliche Publikationen bildet gerade für Hausarbeiten, die Promotion und andere wissenschaftliche Projekte die Grundlage. Wissenschaftliche Publikationen sind jedoch kostenintensiv. Aus diesem Grunde können sich viele (Fern)Universitätsbibliotheken nicht mehr alle gewünschten Artikel leisten. Dann steht der Einzelne selbst vor der Entscheidung des Kaufs.

Im digitalen Zeitalter werden Ausschließlichkeitsrechte von Verlagen an wissenschaftlichen Inhalten problematisch, denn durch die Möglichkeiten des Internets ist die Herstellung einer wissenschaftlichen Öffentlichkeit kein velegerisches Monopol mehr. Wenn Verlage ihre Ausschließlichkeitsrechte ausüben, dann nicht, um eine umfassende öffentliche Sichtbarkeit zu ermöglichen, sondern um wissenschaftliche Inhalte in einem von ihnen kontrollierten Bereich gegen Bezahlung zur Verfügung zu stellen. Damit aber werden Sichtbarkeit und Erreichbarkeit von Publikationen nicht mehr nur eröffnet, sondern auch begrenzt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler möchten mit ihrer Forschung sichtbar sein. Verlage wollen Erlöse durch den Verkauf der Forschungsergebnisse erzielen.

Als Antwort auf diese Problematik haben sich in den letzten Jahren zwei Strömungen entwickelt:

  1. Der wissenschaftliche Beitrag ist frei und unbeschränkt zugänglich, wie zum Beispiel, in dem er in einem qualitätsgesicherten Open-Access-Journal oder als Open-Access-Artikel in einem traditionellen Journal zur Verfügung steht.
  2. Mit einer gewissen Zeitverzögerung kann der wissenschaftliche Beitrag in Form einer Zweitveröffentlichung digital zugänglich gemacht werden.

Daneben gibt es die Möglichkeit, in den sogenannten hybriden Zeitschriften zu publizieren. Das bedeutet, dass neben der online bereitgestellten Open-Access-Version auch eine kostenpflichtige gedruckte Version veröffentlicht wird.

Zusammen wollen wir über die aktuellen Entwicklungen zu diesem Thema informieren und mit euch diskutieren. Denn Verlage, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind sich beim Thema Open Access, also freiem Online-Zugang zu Zeitschriften, Büchern und sonstigen wissenschaftlichen Quellen, uneins. Probleme bereitet das Urheberrecht: Wer darf im Internet wo und wie auf Bücher, Bilder und Texte zugreifen? Kann Material heruntergeladen und ausgedruckt werden und wenn ja, wem gehören die Inhalte – Verlagen, Nutzerinnen und Nutzern? Oder doch den Autorinnen und Autoren?

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